Die geplanten Salzgewinnungen in der RĂŒtihard haben einigen Widerstand hervorgerufen. Viele Menschen wollen nicht, dass eine geschĂŒtzte Landschaft mit BortĂŒrmen durchsiebt wird. Besonders auch, weil die Nutzung des kostbaren Rohstoffs keineswegs nachhaltig ist.

Hunderttausende Tonnen Salz werden von den Schweizer Salinen aus dem Boden geholt. Rund die HÀlfte davon landet auf den Strassen, PlÀtzen und Trottoirs. Ein wichtiger grosser Abnehmer sind pannenanfÀllige Industriebetriebe in der Schweizerhalle.

Jetzt im Winter wird Salz tonnenweise auf den Strassen ausgebracht, kaum fÀllt die erste Schneeflocke. Doch dort bleibt es nicht. Es landet im Boden und in GewÀssern. Dort wiederum schÀdigt es Organismen vom Pilz bis zum Fisch.

An vielen Orten werden BĂ€ume im Siedlungsgebiet mehr nach ihrer WiderstandsfĂ€higkeit gegen Salz als nach der ökologischen Eignung ausgewĂ€hlt. Salz ist auch ein Problem fĂŒr die Infrastruktur, die durch das viele Salz rascher rostet.

Das Salzproblem packen wir am besten an, indem einerseits deutlich weniger Salz auf die Strasse gelangt. MĂŒssen wirklich alle Strassen, Wege und Trottoirs innerhalb von wenigen Minuten schwarz gerĂ€umt sein?

Pro Natura Baselland unterstĂŒtzt die IG «Rettet die RĂŒtihard» in ihren BemĂŒhungen, eine Landschaft und Natur auf der RĂŒtihard zu schĂŒtzen. Gleichzeitig wollen wir uns dafĂŒr einsetzen, dass der Kanton und die Gemeinden ihren Winterdienst anpassen.

Dieser Text erschien im Pro Natura lokal 1/19.

Foto von Mariano Mantel auf Flickr