Dieser Text erschien im Pro Natura lokal 1/19.

Die geplanten Salzgewinnungen in der Rütihard haben einigen Widerstand hervorgerufen. Viele Menschen wollen nicht, dass eine geschützte Landschaft mit Bortürmen durchsiebt wird. Besonders auch, weil die Nutzung des kostbaren Rohstoffs keineswegs nachhaltig ist.

Hunderttausende Tonnen Salz werden von den Schweizer Salinen aus dem Boden geholt. Rund die Hälfte davon landet auf den Strassen, Plätzen und Trottoirs. Ein wichtiger grosser Abnehmer sind pannenanfällige Industriebetriebe in der Schweizerhalle.

Jetzt im Winter wird Salz tonnenweise auf den Strassen ausgebracht, kaum fällt die erste Schneeflocke. Doch dort bleibt es nicht. Es landet im Boden und in Gewässern. Dort wiederum schädigt es Organismen vom Pilz bis zum Fisch.

An vielen Orten werden Bäume im Siedlungsgebiet mehr nach ihrer Widerstandsfähigkeit gegen Salz als nach der ökologischen Eignung ausgewählt. Salz ist auch ein Problem für die Infrastruktur, die durch das viele Salz rascher rostet.

Das Salzproblem packen wir am besten an, indem einerseits deutlich weniger Salz auf die Strasse gelangt. Müssen wirklich alle Strassen, Wege und Trottoirs innerhalb von wenigen Minuten schwarz geräumt sein?

Pro Natura Baselland unterstützt die IG «Rettet die Rütihard» in ihren Bemühungen, eine Landschaft und Natur auf der Rütihard zu schützen. Gleichzeitig wollen wir uns dafür einsetzen, dass der Kanton und die Gemeinden ihren Winterdienst anpassen.

Foto von Mariano Mantel auf Flickr