Kritik lohnt sich. Viele Birsfelderinnen und Birsfelder haben in den vergangenen Monaten mit grossem Einsatz das Zentrumsprojekt analysiert. Diverse Dinge wurden kritisiert, was sich bei der Dialogveranstaltung vom Juni auch deutlich zeigte. Die gestern vorgestellte überarbeitete Version des Projekts zeigt denn auch deutliche Verbesserungen. Erfreulich!

Alles in Allem scheint das überarbeitete Projekt eine rundere Sache geworden zu sein. Verschiedene Kanten wurden abgerundet, diversen Anliegen Rechnung getragen.

Ebenso nehmen die Grünflächen um 70 % zu. Zwar ging es in der Kritik wohl nie nur um die Fläche als Zahl, sondern eher um Qualitäten und vor allem die Vernetzung. Dem wird aber stärker Rechnung getragen.

In der Überarbeitung wird deutlich, dass ökologische Anliegen eine Rolle gespielt haben. Der aktuelle Naturgarten hinter der Alten Turnhalle wurde ergänzt mit einem neuen hinter dem Birspark. Damit entsteht auch so etwas wie eine Quervernetzung.

Noch verbesserungswürdig sind die Dachbegrünungen. In der Präsentation war nur ein wenig inspiriertes Bild dazu vorhanden. Ebenfalls wird weiterhin eine der zwei grossen Eichen am Zentrumsplatz gefällt werden müssen.

Jetzt geht es darum, die Details im Quartierplan festzulegen. Dazu gehört ein hoher Anteil an erschwinglichem genossenschaftlichen Wohnraum. Dazu gehören viele kleine Details bei den Grün- und Freiflächen.

Zusammen mit der Neugestaltung der Hauptstrasse muss auch der Verkehr ein Thema sein. Zwar wird mit weniger Parkplätzen pro Wohnung gerechnet, als vom Kanton verlangt, doch es scheinen immer noch sehr viele.

Das Zentrumsprojekt sollte auch bei der Mobilität einen grossen Schritt in die nachhaltige Zukunft machen. Denn in Birsfelden gibt es bereits vergleichsweise wenige Autos pro Haushalt.

Dieses und viele weitere Themen werden noch zu reden geben. Doch das Projekt an sich dürfte zumindest die Abstimmung über den Kredit fürs Quartierplanverfahren unbeschadet überstehen.

Foto von flöschen auf Flickr