Ein paar gut gepflegte Naturschutzgebiete reichen nicht. Es braucht Grünräume in den Siedlungsgebieten, denn diese übernehmen wichtige Funktionen und sorgen dafür, dass die Biodiversität nicht weiter abnimmt.

Dies ist das Fazit von Brigitte Braschler von der Uni Basel, die das Vorkommen von Tier- und Pflanzenarten in den Gärten der Region untersucht, wie Schweiz Aktuell berichtete.

Die Biodiversität ist weltweit bedroht, auch hier. Rund ein Drittel aller in der Schweiz lebenden Arten sind auf der Roten Liste, also in einer der vier Bedrohungskategorien. Ohne Verbesserungen sieht es für sie also schlecht bis katastrophal aus.

Anteil der untersuchten Lebewesen auf der Roten Liste; Quelle: BAFU

Quelle Graphik: Umweltindikator – Gefährdete Tiere und Pflanzen , Bundesamt für Umwelt BAFU

Während anderswo vor grossflächig Lebensräume zerstört werden, ist bei uns gerade auch die Habitatfragmentierung ein grosses Problem. Dabei werden die Habitate nur wenig kleiner, aber von anderen abgeschnitten.

Dieser Artikel ist der Beginn einer kleinen Serie zu Biodiversität und Stadt. Nächste Themen sind positive Beispiele von Grünräumen in der Region, wie für den Naturschutz geplant werden kann und wie wir alles zuammenbringen.

Kleinere Populationen sind, bedingt durch die Umwelt und Stochastizität, stärker vom Aussterben betroffen. Das heisst also, die Vernetzung der Populationen zu Metapopulationen ist zentral beim Artenschutz und der Förderung der Biodiversität.

by Pierre de Sable
by Pierre de Sable

An der Birs wurde vor einigen Jahren das Ufer renaturiert. Ein Raum für Pflanzen, Tiere und, ganz wichtig, auch Menschen entstand. Zusammen mit den bestehenden Grünräumen am Birskopf bis zur Schleuse und weiter hin zum Hafen gibt es schon eine Basis.

Ein Blick ins Naturinventar der Gemeinde Birsfelden listet zahlreiche wertvolle Objekte auf, die überall verteilt liegen. Gerade hier ist es wichtig, eine Vernetzung zu schaffen.

Das hat der Gemeinderat übrigens auch schon länger erkannt und zeigt sowohl im Grün- und Freiraumkonzept wie auch im Stadtentwicklungskonzept drei Vernetzungsachsen auf, die Birs und Rhein verbinden. Dabei vernetzen diese Achsen auch Gärten, Hinterhöfe und Rabatten dazwischen.

Birsfelden hat hier auch eine Rolle zu spielen, denn überall muss die Biodiversität gefördert werden. Deshalb braucht es eine gute Vernetzung der bestehenden (kleinen und grossen) naturnahen Lebensräume.

Wie das geht, soll der nächste Artikel aufzeigen.

Titelfoto von Jonas Tana auf Flickr

Foto von Pierre de Sable auf Flickr