Samstagmorgen in Birsfelden, Standaktion. Die SP verteilt Flyer fĂŒr die 1:12-Initiative, ĂŒberzeugt die Birsfelderinnen und Birsfelder, bevor diese im Coop, bei der Bank oder im CafĂ© verschwinden. Bald gesellen sich auch ein paar Lokalpolitiker der FDP dazu, man grĂŒsst sich, spricht ĂŒber aktuelles und das AlltĂ€gliche.

Und weil sie aktuell ist, die economiesuisse und ihre politischen Tentakeln Angst haben und sie gute Chancen hat, geht es natĂŒrlich auch vor allem um die 1:12-Initiative.

Da spricht dann einer vom schlechten Gewissen, dass ihn plage, weil er ungefÀhr hunderttausend im Jahr verdient hatte. Wohl hat er nicht verstanden, dass sein Lohn ein Problem wÀre. Es geht vielmehr um Geschichten, wie die von Andrea Orcel, der vor Arbeitsantritt gleich einmal 26 Millionen bekommen hat.

Solche GesprÀche sind dann auch immer sehr interessant. Einerseits persönlich, andererseits politisch. Denn hier erfahre und erzÀhle ich, was sonst in keiner Medienmitteilung steht, auf keiner Gemeindeversammlung gesagt wird und in keinem Leserbrief vorkommt.

Und sie zeigen: Zu den Topmanagern hĂ€lt niemand, zumindest nicht lange. Ab und zu schwirrt noch das Argument von den Steuern und AHV-BeitrĂ€gen der Abzocker umher. ErklĂ€re ich dann allerdings, dass beispielsweise Löhne in Form von Aktien nicht sozialversicherungspflichtig sind und Personen mit grossem Einkommen oft auch viel mehr SteuerabzĂŒge machen können als der grosse Rest, so bleibt nicht mehr viel davon.

Wirklich verstehen kann die hohen Löhne niemand. Auch bringen sie ja keine QualitĂ€t, wie das Beispiel Marcel Ospel gezeigt hat. Und sowieso leistet ja wohl auch ein Krankenpfleger oder ein LokfĂŒhrer gute Arbeit, ĂŒbernimmt Verantwortung.

Auf Facebook hat die PrĂ€sidentin der Jungfreisinnigen ein Video gepostet, in dem sie auf eine 1:12-Fahne stampft. Naja, so sieht eine Diskussion um Lohnexzesse also aus. Und von wegen mit dem von Maeder erwĂ€hnten „Mit-eigenen-Waffen-schlagen“: Das ist ja einmal etwas Neues. Normalerweise macht ihr das ja nur mit den Millionen der economiesuisse


Naja, Argumente gegen die 1:12-Initiative scheint es nicht gross zu geben. Wir können mit dieser Initiative allerdings mehr, als nur ein Zeichen setzten, wie das bei der Abzockerinitiative der Fall war. Hier geht es um mehr. Es geht darum, tatsĂ€chlich etwas an den extremen Managerlöhnen zu Ă€ndern, sie wieder vernĂŒnftiger zu machen. Darum JA zur 1:12-Initiative am 24. November 2013!

Foto von Florian.