Seit einem Jahr bin ich hier am Schreiben. Ich schreibe zur aktuellen Birsfelder Lokalpolitik, greife nationale Themen auf und publiziere immer wieder Dinge, die sonst vielleicht untergehen würden. Nach dem Startschuss kamen noch weitere 152 Artikel hinzu, die sich mit mehr oder weniger interessanten und aktuellen Dingen beschäftigten. Im Folgenden eine Sammlung der, meiner Meinung nach, besten und interessantesten Artikel aus diesem ersten Blog-Jahr.

Verbot an der Migroswiese

Verbot an der Migroswiese

So habe ich über die Verbotskultur in Birsfelden berichtet, welche dafür sorgt, dass man das Birsköpfli nach 22 Uhr nicht mehr betreten darf, ähnliches gilt für die Migros-Wiese. Die Nutzung des öffentlichen Raums ist stark eingeschränkt – getan hat sich leider noch nichts.

Ebenfalls im April ging es unter dem Titel Käse 2012 um die Kampagne mit ähnlichem Namen. Auch berichtete ich über die extrem-ungleiche Verteilung von Vermögen und Einkommen in der Schweiz, wie der Verteilungsbericht 2012 zeigt.

Kurz darauf war die Birsfelder Kulturrevolution ein Thema: Der Gemeinderat wollte den Künstlern an der Hardstrasse 25 künden. Im Moment kommen in dieser Geschichte wieder neue Dinge ans Licht, eine Kündigung ist noch nicht in Sicht, das Ende aber auch nicht. Im Artikel Birsfelder Pokerturnier schrieb ich über die damals aktuellen Wirrungen rund um die Gemeindewahlen 2012, Beschwerden und anstehende Wahl des Gemeindepräsidenten.

Danach machte ich einen kurzen internationalen Abstecher und berichtete von den riesigen Protesten der Studierenden in Kanada, die unter dem Banner des Carré Rouge gegen enorme Erhöhungen von Studiengebühren kämpften.

Rasch ging es aber wieder zurück ins Inland: Will überhaupt noch jemand? fragte ich, denn die Stimmbeteiligung bei den Gemeindewahlen und auch überhaupt sind beunruhigend tief. An den Schulratswahlen nahmen gerade einmal 28 % der Stimmberechtigten teil.

Ebenfalls noch im Juni ging es um Wohnpolitik, dies nachdem zweihundert Familien im Sternenfeld die Kündigung bekamen. Birsfelden hat hier grosses Aufholpotenzial – und auch das Potenzial, Quartiere zu beleben.

Actual is not normal (a tribute to Edward Tufte) by kevin dooley

Actual is not normal (a tribute to Edward Tufte) by kevin dooley

Im Juli und August schrieb ich zwei Artikel zu Statistik in den Medien und Studien verstehen, denn oft herrschen hier entweder Missverständnisse oder Fehlinformationen. Dabei wäre ein besseres Verständnis von solchen Dingen wichtig.

Ebenfalls noch im Juli erinnerte ich an die Opfer ein Jahr nach den Anschlägen in Oslo und auf Utøya.

Zwei sehr interessante Filme habe ich ebenfalls im letzten Jahr empfohlen: Erstens den Dok-Film Für eine andere Welt, welcher Jugendunruhen und die gesellschaftlichen Hintergründe erklärt; Zweitens, Catastroïka, welcher die Krise in Griechenland analysiert und die Gründe dafür sowie Auswirkungen unter die Lupe nimmt.

Im Artikel Partizipation verlangte ich, die Mitwirkungsmöglichkeiten und Mitsprache für viele Bürgerinnen und Bürger weiterhin zu ermöglichen, denn viel zu oft werden Orte für Demokratie, wie Kommissionen, geschlossen oder ihre Kompetenzen werden beschnitten, damit es einfacher und billiger geht.

Envelope by cynicalview

Envelope by cynicalview

Kurz darauf begann der Wahlkampf für den ersten Wahlgang fürs Gemeindepräsidium vom 25. November 2012 und bald kam auch zu Tage, dass offenbar nicht immer ganz freundlich gekämpft wird: Damit war ein Brief der CVP an ihre Mitglieder gemeint, ich schrieb dazu den Artikel CVP-Kampagne havariert.

Dann kamen zwei Artikel zum Budget, denn darin fand man nämlich Budget-Kosmetik vom Feinsten und überhaupt, es war ein Budget mit Fehlern. Die Gemeindeversammlung im Dezember, an der das Budget dann behandelt wurde, war ein Erfolg für die SP. Denn schliesslich wurde das Lava gerettet, Budget angenommen.

Der Winter war anfänglich recht warm, wir hatten warme Weihnachten. Die Klimaerwärmung bleibt weiterhin bedrohlich, das Problem ungelöst.

Im Januar schrieb ich, als Antwort auf einen Artikel in der TagesWoche, es sei wieder wieder Zeit für politische Visionen.

Ebenfalls im Januar vollzog der Gemeinderat eine Kehrtwende bei der Immobilienstrategie, ich schrieb darüber im Artikel Immobilienstrategie 2.0.

Greenfield Festival 2010 Impressionen by 803

Greenfield Festival 2010 Impressionen by 803

Als Mitte Februar klar wurde, dass das Openair Birsfelden sich weiterhin mit ziemlich strengen Bedingungen herumschlagen muss, schrieb ich zunächst den Artikel Openair und dann ins Bett, danach noch den Leserbrief: Mehr Openair für Birsfelden!.

Im Vorfeld der Abstimmungen vom 3. März 2013 zeigte ich auf, wieso die 1:12-Initiative besser ist als die Abzockerinitiative unter dem Titel 1:12 – Besser is das!.

Im März ging es dann noch um angebliche Jugendunruhen in Birsfelden, die erfolgreich eingedämmt werden konnten, dank beherztem Engagement des zuständigen Gemeinderats – oder so ähnlich.

landkarte by miez!

landkarte by miez!

Kurz darauf war ja die erste Gemeindeversammlung im 2013, das erste mal unter neuer Leitung und mit einem Antrag der SP für eine Ideenskizze zu einem „Quartierplan Zentrum Birsfelden“. Darauf begründete ich in einem Artikel, dass wir einen Quartierplan Zentrum brauchen. Die Diskussion soll jetzt möglichst breit geführt werden.

Fast zum Schluss kam noch eine schlechte Nachricht: Der Blog Birsfälde blog(g)t anderscht! stellt seinen Betrieb ein. Viele Monate hat er guten Lokaljournalismus betrieben, welcher der Gemeinde bisher gefehlt hat. Für die vielen guten Recherchen, immer mit einem Schmunzeln gelesenen Artikel und den Beitrag zur Demokratie sage ich: Danke für die Arbeit!

So, das war es vom Rückblick auf ein Jahr wildes Getippe. Wie immer bin ich um Rückmeldungen froh. Und ich freue mich auf alle, die weiterhin meinen Blog besuchen und mitlesen. Besten Dank!

Foto von davidroethler auf Flickr