Gestern Abend an der Gemeindeversammlung habe ich im Namen der SP Birsfelden den Antrag für eine Planungsskizze eines Quartierplans Zentrum eingereicht. Mit diesem Antrag wird der Gemeinderat beauftragt, eine Ideenskizze und einen Plan zum weiteren Vorgehen vorzuschlagen.

Die Skizze soll das Gebiet der Gemeindeparzellen 469 (Kindergarten/Tagesheime Schützenstrasse), 738 (Gemeindeverwaltung inkl. Hardstrasse 25), 96 (Zentrumsplatz inkl. Schulbauten) unter Einbezug privater Grundstücke am Baumgartenweg und an der Schulstrasse umfassen.

Die Diskussion darf aber nicht auf die Gemeindeversammlung vom Juni beschränkt bleiben. Die Diskussion muss jetzt beginnen. Hier, persönlich oder bald auch an einer öffentlichen Sektionsversammlung der SP Birsfelden.

Das Wichtige an der Zentrumsplanung, der Stadtentwicklung Birsfelden, ist der grössere Raum, der in der Planung berücksichtigt werden soll. Wenn auf grösserem Gebiet geplant wird, kann auch ein richtiges Zentrum entstehen und eben nicht etwas Zusammengeflicktes.

Birsfelden wird in den nächsten Jahren einiges leisten müssen, zu viel blieb in der nahen Vergangenheit liegen. Dabei spielt die Stadtentwicklung eine wichtige Rolle. Nicht zuletzt auch im Hinblick auf die Fusionsinitiative muss Birsfelden seine Lage als Quartier von Basel überdenken.

Der Gemeinderat plant offenbar am Samstag, 4. Mai 2013 einen Dialoganlass zur Zentrumsentwicklung. Genaueres wird noch bekanntgegeben. An diesem Anlass soll die Bevölkerung über die Entwicklung diskutieren können. Übrigens sollten sich da alle möglichst rasch, nachdem sie die Einladung bekommen haben, anmelden. Die Teilnehmerzahl ist auf zweihundert beschränkt.

Der Antrag der SP Birsfelden geht aber darüber hinaus, denn es geht auch darum, das Gebiet, in welchem wir ein Zentrum planen, zu erweitern. Wir wollen, dass vom Tagesheim an der Schützenstrasse bis zur Gartenstrasse ein Zentrum entsteht. Wird nur die Parzelle 96 (Schulanlage Kirchmatt, Zentrumsplatz) angeschaut und weiterhin so punktuell geplant, kann daraus nichts gescheites werden. Es braucht den Einbezug von privaten Grundstückeigentümern und die Planung des Zentrums als Ganzes, nicht beschränkt auf einzelne Parzellen.

Also, jetzt geht es darum, die Diskussion zu führen und festzulegen, wie ein neues Zentrum von Birsfelden aussieht. Mir sind folgende Dinge wichtig: Möglichst wenig Verkehr, Bevorzugung des Langsamverkehrs. Freiflächen und Treffpunkte, damit die Leute sich treffen können. Geschäfte im Zentrum, damit es lebendig ist. Ein neues Verständnis von Birsfelden als Stadt, damit grösseres Denken erlaubt und Kultur möglich ist.

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