Am 3. März wird neben dem Familienartikel, der Abzockerinitiative und den Baselbieter Vorlagen auch über das geänderte Raumplanungsgesetz abgestimmt. Dabei geht es darum, die Zersiedelung und Zubetonierung der Schweiz zu stoppen.

Während das Wallis ganz zuvorderst gegen die RPG-Revision kämpft (aber Achtung, Es sind im Fall nicht alle Walliser so), gibt es auch noch den Gewerbeverband, der wohl befürchtet, Unternehmen würden es schwer haben, auf der grünen Wiese zu bauen – das wäre ja auch das Ziel.

Zu lange wurde nun für den Profit einiger Landbesitzer geschaut, das Tempo, in welchem die Schweiz überbaut wird ist enorm und Grundstücksgewinne blieben ausschliesslich privat. Dabei ist die Revision ziemlich gut gelungen und erstaunlich breit unterstützt.

Ich meine, es gibt vier gute Gründe, warum man JA stimmen sollte, während die Argumente der Gegner eine gruselige Horrorvision zeichnen.

Erstens gibt es wieder günstigeren Wohnraum, weil nicht einfach neues Land verbaut werden kann, sondern zentrale Lagen neu bebaut werden. Das belebt Quartiere und wirkt der Entleerung der Dorfkerne entgegen. Damit werden Zentren revitalisiert.

Zweitens bietet es einen besseren Schutz für Kultur- und Naturlandschaften. Die Naherholungsgebiete, die viele von uns täglich nutzen, und Landschaften bleiben erhalten, weil sie nicht mehr im jetzigen Tempo verbaut werden.

Drittens hilft es den Bauern, denn Kulturland ist stärker geschützt. Das hilft, unsere Lebensmittelversorgung stärker lokal und damit nachhaltig auszurichten. Der knappen Ressource Kulturland wird mit dem neuen Raumplanungsgesetz deutlich mehr Sorge getragen.

Viertens: Die Vorlage bremst die Zersiedelung und den ungeheuerlichen Landverbrauch. Nicht jede grüne Wiese kann Bauland werden. Raumsparendes und verdichtetes Bauen wird stark gefördert.

Übrigens: Eine etwas komische Rolle spielt die SP im Wallis, die auch ein NEIN zur RPG-Revision empfiehlt. Die Grünen sind dort die einzigen, die das Raumplanungsgesetz unterstützen…

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