Seit letzter Woche wissen wir, die Immobilienstrategie wurde neu aufgegleist. ODer zumindest grĂŒndlich durchdacht. Denn in der Medienmitteilung des Gemeinderates vom 17. Januar 2013 wird deutlich, dass diverse Aspekte zur bisherigen Version der Immobilienstrategie hinzukommen.

So fehlte bisher eine Schulraumplanung, die bei einer derart grossen Gemeinde mit drei PrimarschulhÀusern, wovon sich eines im Umbau befinden sollte, unbedingt nötig ist. Denn mit der Bildungsharmonisierung wird die Primarschule ein Jahr lÀnger und braucht dementsprechend mehr RÀume und LehrkrÀfte.

Neu sind auch „raumplanerische Elemente“ hinzugekommen, genauso wie der Verkauf auf der Hauptstrasse, die Zentrumsplanung und die finanziellen Auswirkungen von all diesen Dingen. Das war bis jetzt offenbar nicht in Betracht gezogen worden, obwohl es doch bei der Hauptstrasse Petitionen, Landratsvorstösse und auch gemeinderĂ€tliches Engagement gibt.

Nun denn, es scheint sich etwas zu tun im Bereich der Immobilienstrategie. Das bisherige Ding, ein Dokument gab es ja nie wirklich, war etwas schmalbrĂŒstig. Denn der Teil der im Masterplan integriert war, besteht aus fĂŒnf Zeilen Text, ein paar BetrĂ€gen und einer Sportinfrastrukturstrategie, welche zu erarbeiten sei. Dass die Immobilienstrategie, bzw. deren Umsetzung, etwas einbringen wĂŒrde, ist auch festgehalten: Knapp 2.4 Millionen Franken sollte es 2013 bis 2016 einbringen.

Gebiete mit Entwicklungspotential, Raumentwicklungskonzept, Gemeinde Birsfelden

Gebiete mit Entwicklungspotential, Raumentwicklungskonzept, Gemeinde Birsfelden

Interessanterweise gibt es ein Raumentwicklungskonzept der Gemeinde – seit 2006. Doch mir scheint, gemacht wurde damit nicht viel. Denn nicht einmal die ersten Schritte wurden in Angriff genommen, wie ein Blick auf Seite 5 des Dokuments zeigt. Dort steht, es brĂ€uchte eine Wirtschaftsförderungskommission und ein runder Tisch mit den GrundeigentĂŒmern, aber auch diverse weitere Dinge.

Besonders spannend ist eine Grafik, welche die Gebiete mit Entwicklungspotenzial (orange) anzeigt. Dies vor allem deshalb, weil diese Gebiete auch Privatbesitz einschliessen. Doch in Birsfelden kommen wir nicht darum herum, auch mit privaten GrundstĂŒcksbesitzern zusammenzuarbeiten, um das Dorf zu entwickeln. Das war wohl eine der wichtigen Erkenntnisse des Raumentwicklungskonzepts, doch sie scheint zwischenzeitlich vergessen gegangen zu sein.

Wir dĂŒrfen also gespannt sein, was die nahe Zukunft in Sachen Immobilienstrategie bringt, denn es fehlt ja noch ein Dokument, ĂŒber das wir dann streiten können.

Foto von an untrained eye auf Flickr