Seit gestern, die TagesWoche berichtete, ist es also klar: Im zweiten Wahlgang fürs Birsfelder Gemeindepräsidium tritt Regula Meschberger (SP) nicht mehr an, dafür Christof Hiltmann (FDP) und Claudio Botti (CVP).

Die SP Birsfelden hat noch keine offizielle Unterstützung beschlossen, aber es ist eindeutig, wir wollen den Wechsel im Gemeindepräsidium. Die Missstände der letzten Jahre und das extrem unproduktive Klima müssen aufhören. Im Interview mit dem Regionaljournal Basel spricht Regula Meschberger Claudio Botti ab, Führungskompetenz und Sozialkompetenz zu haben.

Dass Regula Meschberger sich zurückzieht, mögen viele begrüssen. Schliesslich ist es einen Schritt hin zu dem gewünschten Wechsel im Gemeindepräsidium. Auch wenn damit klar das erste Ziel verfehlt wurde, Regula Meschberger als nächste Gemeindepräsidentin zu wählen, so können wir doch jetzt unser zweites Ziel, den Wechsel eben, verwirklichen.

Doch es ist nicht ganz so einfach. Denn schliesslich ist Christof Hiltmann von der FDP, die politische Nähe nicht ganz gegeben. Schaut man hingegen ein wenig in die Birsfelder Vergangenheit, so gab es immer wieder erfolgreiche und gute Zusammenarbeit zwischen den beiden Parteien.

Natürlich hätte ich auch lieber Regula Meschberger als Gemeindepräsidentin gehabt, das wird nun nicht passieren. Doch es ist jetzt eine einfache Frage: Wechsel oder weitermachen wie bisher? Die schliesslich sollte sogar für alle Linken und Grünen in Birsfelden einigermassen einfach zu beantworten sein.

In der SP Birsfelden hat die Basis das letzte Wort. Deshalb werden wir die Unterstützung von Christof Hiltmann erst in gut einer Woche beraten und beschliessen (siehe nächster Abschnitt). Doch wie soll die Unterstützung aussehen? Ich meine, wir werden sowohl in den Medien mit LeserInnenbriefen, als auch mit Aufrufen an die Mitglieder und Sympathisantinnen und Sympathisanten zur Wahl von Christof Hiltmann aufrufen. Mehr halte ich nicht für sinnvoll, einen angriffigen Wahlkampf muss die FDP selber führen – auch mit Themen.

Die SP Birsfelden wird an der Sektionsversammlung vom Freitag, 14. Dezember 2012, Christof Hiltmann einladen und ihm die Fragen stellen, die jetzt relevant sind. Zum Beispiel, welchen Führungsstil er hat. Welche politischen Themen er anpacken wird. Wie geht er mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern um? Was will er anders machen, als es bisher ist? Wie steht er zur Kritik an der Immobilienstrategie, am Budget und der Investitionsplanung oder am Masterplan?

Das alles werden wir in gut einer Woche herausfinden.

Foto von robpatrick auf Flickr