Gestern war es sehr warm. In Reigoldswil wurden 20 °C gemessen! Und wenn man die Prognosen anschaut, dann bleibt es noch ein wenig warm fĂŒr die nĂ€chsten Tage.

Dass das passiert sollte uns weniger verwundern, als es der Ausbleib des Weltuntergangs tat. Denn die KlimaerwĂ€rmung ist eine Tatsache. Die jetzige warme Phase ist zwar nicht ein Beweis dafĂŒr, es ist aber im langjĂ€hrigen Trend klar, solche Ereignisse werden hĂ€ufiger.

Nicht erstaunlich ist denn auch, dass der oben zitierte Artikel auch darauf hinweist, dass der letzte WÀrmerekord im Dezember erst drei Jahre alt ist. Die wÀrmsten Jahre des letzten Jahrhunderts gab es vor allem im letzten Jahrzehnt. Und auch in den letzten zehn Jahren wurden die Jahre immer wÀrmer.

SRF legt noch ein Scheit nach: Der Artikel Die Antarktis – ein Gradmesser fĂŒr den Klimawandel berichtet ĂŒber neuste Ergebnisse aus der Antarktis – eine grosse Region im Landesinnern erwĂ€rmt sich stĂ€rker und schneller als bisher angenommen.

Der Klimawandel ist eine der grössten Herausforderungen fĂŒr die Menschheit, doch bisher passierte wenig bis nichts. Klar, es gibt CO2-Abgaben, leider nur auf Treibstoffe, nicht auf Brennstoffe. Es gibt auch nationale Reduktionziele fĂŒr Kohlendioxid, doch die Industrie konnte bisher Massnahmen verhindern.

Erstaunlich ist auch die Wendung, welche die Medienberichterstattung in den letzten Jahren vollzogen hat. So wurde beispielsweise sehr intensiv ĂŒber die Klimakonferenz in Copenhagen 2009 berichtet. SRF Meteo beispielsweise schrieb eine ganze Artikelserie zum Klimawandel, die Konferenz war regelmĂ€ssig Thema am Fernsehen und in den Zeitungen.

Drei Jahre spÀter berichtete das Echo der Zeit mehrmals aus Doha, sonst war wenig zu hören.

Dass die GrĂŒnliberalen nun eine Initiative fĂŒr eine ökologische Steuerreform einreichen, kann zwar als Zeichen gewertet werden, doch sie löst das Problem nicht. Denn diese Idee ist alt. Auch hat die Idee einer ökologischen Steuerreform frĂŒher schon nicht funktioniert.

Was auf jeden Fall schon feststeht ist, dass die Auswirkungen dramatisch sein werden. Bereits jetzt schmilzt das Eis auf Grönland und sonst an den Polen, steigen Meeresspiegel und vieles mehr – wie Teile des fĂŒnften Weltklimaberichts, die öffentlich wurden, zeigen. Doch im politischen Diskurs haben die Klimaskeptiker oft das letzte Wort, weshalb bis heute der viel erwĂ€hnte politische Wille fehlt.

Foto von timo_w2s auf Flickr