Also doch noch. Eigentlich durften wir es ja erwarten, dass so etwas noch passiert. Die CVP, oder besser eine Vertreterin der CVP, hat einen Brief geschrieben, der wohl die Mitglieder an die Urne bringen soll. Doch das ging schief. Denn statt Motivation und Inspiration ist der Brief vor allem ein Rundumschlag gegen die beiden nicht-CVP-Kandidierenden für das Gemeindepräsidium von Birsfelden.

Dass solche Tritte ans Schienbein irgendwann öffentlich werden, ist doch jeder und jedem klar. Dabei wäre es ja ethisch nicht besser, wenn jemand das mündlich sagt. Aber hier ist es einfach peinlicher für die Absenderin. Denn der Brief kann nicht nur nachvollzogen werden, kleinreden lässt sich daran nicht viel.

Die gelbe Karte für diesen Brief ist der Stimmzettel mit dem Namen Regula Meschberger drauf.

Die Kampagne der CVP Birsfelden für ihren Kandidaten im Rennen ums Gemeindepräsidium basiert auf drei Pfeilern. Erstens wird mit dem bisher auf den Plakaten geworben, auch wenn ich meine, dass seine Amtszeit ja schon seit dem Sommer abgelaufen ist, bisher ist das nicht.

Zweitens geht es darum, die Kritik an der bisherigen Gemeindeführung als das ewige Motzen der Unzufriedenen abzustempeln. Das funktioniert sicher zum Teil, ist aber nur erfolgversprechend, wenn man gleichzeitig seine eigene Kritik zurückhaltender formuliert. Hier sehe ich ein Problem, dann nämlich wenn man im gleichen Satz vom Opfer zum Täter mutiert.

Drittens wird mit Masse gearbeitet. Unzählige Plakate, diesmal aber nicht auf den sündhaft [sic!] teuren APG-Wänden, hängen in Birsfelden. Flyer sind unterwegs, mehr kommt wohl noch.

Wie die Wahl herauskommt, sehen wir am 25. November. Bereits im März hat nicht der Kandidat mit dem aufwändigsten Wahlkampf gewonnen, hier könnte es wieder so sein. Ich hoffe es.

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