Massenhaft Studien findet man in den Medien jeden Tag. Doch dabei gibt es immer wieder Berichte ĂŒber Studien, die oft kleine Fehler, manchmal aber auch gröbere Falschaussagen enthalten.

Studien verstehen ist das eine, doch wenn dann die Behörden mit markanten Zahlen noch etwas nachhelfen, ist es logisch, dass oft falsch berichtet wird. Auch weil nicht genau recherchiert wird, wie das Medienmagazin Zapp im NDR berichtete:

„Journalisten sind natĂŒrlich froh, wenn sie so eine Studie bekommen, die schon suggeriert: Da ist was da, das stimmt, das ist genau untersucht worden, muss man selber nicht mehr recherchieren.“
— Katharina SchĂŒller, Statistikerin

Ähnliches haben wir auch hier in der Schweiz gesehen. So wurde Statistik falsch benutzt, falsch interpretiert und schlussendlich noch missbraucht, um politische Aussagen zu rechtfertigen. Dabei stimmt die Aussage dann ĂŒberhaupt nicht mit der RealitĂ€t und der Studie ĂŒberein.

Dass Studien nicht immer ganz einfach zu verstehen sind, liegt natĂŒrlich auch oft an der darin verwendeten Sprache, den Begriffen und Definitionen. So sind sogar alltĂ€gliche Dinge wie Rinde nicht gleich Rinde im wissenschaftlichen Sinne. Dass man da auf die vorgelegten Infos zurĂŒckgreift und sie ohne grössere Recherchen druckt, ist verstĂ€ndlich. Besonders auch, wenn man berĂŒcksichtigt, wie stark die Journalistinnen und Journalisten unter Druck sind, wenig Zeit fĂŒr die Produktion von Artikeln haben.

Dass auch die Studien, besonders wenn sie fĂŒr die Öffentlichkeit gedacht sind, sollten aber auch verstĂ€ndlicher kommuniziert werden. Es ist nicht das gleiche ob man mit Fachkolleginnen und Kollegen oder Leuten ausserhalb der Disziplin spricht. Und wenn die Inhalte korrekt in den Medien erscheinen sollen, so muss vielleicht ein zusĂ€tzlicher Einsatz in der Übersetzung geleistet werden, ohne aber die Inhalte zu sehr zuzuspitzen und damit möglicherweise zu verfĂ€lschen.

Foto von Daniel Gasienica auf Flickr