Statistiken treffen wir tĂ€glich an, in Zeitungen, im Fernsehen und im Radio. Doch was mit der ursprĂŒnglichen Information gemacht wurde, was auf Grund von Hintergedanken weggelassen oder dazugedichtet wird, sehen wir nur in seltenen FĂ€llen.

Die Aussage „Glaube keiner Statistik, die du nicht selber gefĂ€lscht hast.“ ist extrem hĂ€ufig anzutreffen. Dabei ist sie falsch. Viel eher sollte es heissen: „Traue keiner Statistik, die du nicht verstanden hast und die nicht richtig gemacht wurde.“ Auf ein paar Merkmale dafĂŒr, wie Statistiken gelesen werden, gehe ich ĂŒber einige Artikel hinweg ein. Heute gibt es erst einmal eine EinfĂŒhrung, spĂ€ter geht es um die graphische Darstellung, Tests und das Formulieren von Aussagen.

Statistik ist ein sehr kompliziertes Feld, besonders, wenn man daraus ErklĂ€rungen ableiten will. Dann braucht es zunĂ€chst eine Frage, die definiert, was man wissen will. Schliesslich kann man aus Daten diverse Dinge lesen, die nicht zwingend mit der RealitĂ€t ĂŒbereinstimmen. Deshalb ist eine statistische Aussage nur relevant, wenn sie im jeweiligen wissenschaftlichen Feld einen Sinn macht.

Mit Statistiken kann man auch Politik betreiben, leider selten zum Vorteil der Sache. Wenn sich Zahlen zur KriminalitÀt widersprechen, argumentiert man halt mit der subjektiven Empfingung, was so gut wie alles und nicht sein kann, selten aber ein gutes Argument.

Wie mit guter Statistik, und den dafĂŒr nötigen Datenerhebungen, gute Politik machen könnte, haben vier Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fĂŒr die britische Regierung erarbeitet. Test, learn, adapt – eine Formel, die auch bei Debatten um Migration und Sozialdienste gut tun wĂŒrde.

Gerne wird auch bei der Darstellung von Daten etwas geschummelt. So braucht sogar das SF unnötige 3D-Grafiken. Man kann kaum erkennen, wie hoch sie tatsĂ€chlich sind und alle erscheinen grösser, als sie sind. Dabei wĂŒrde es eine nette 2D-Grafik auch tun.

Wer schön dargestellte Statistiken sehen will, kann sich gerne einmal bei Information is Beautiful umschauen.

Foto von kevin dooley auf Flickr