Nachdem, wie immer zu Ostern, viel Verkehr am Gotthard war, sind wir bald wieder im Normalzustand. In Birsfelden bedeutet das, Staus am Feierabend und am Morgen. Das bedeutet ungefähr drei Stunden Stau pro Tag an der Hauptstrasse, verbunden mit Lärm, miesester Luft und genervten Menschen.

Aktuell ist die Luft noch recht gut, denn es hat geregnet und es ist nicht heiss. Aber sobald wieder Sommer ist, sind die Ozongrenzwerte dauernd überschritten. Der Stundengrenzwert für Ozon von 120 µg m-³ sollte eigentlich nur einmal pro Jahr überschritten werden. Dies ist bei uns aber normalerweise mehrmals pro Jahr der Fall, häufig sogar mehrmals pro Tag.

Übrigens sind die Schadstoffwerte der Nordwestschweiz online abrufbar, also recht praktisch, wenn man sehen will, ob das Joggen heute der Lunge schadet.

Natürlich kommt nicht alles Ozon direkt aus der Umgebung. Vieles ist international unterwegs, einiges kommt von den Autobahnen, Birsfelden ist schliesslich an zwei Seiten davon eingeschlossen, und zuletzt der Teil, welcher vor Ort entsteht. Dagegen könnten wir etwas tun. Auch wenn die Hauptstrasse eine Kantonsstrasse ist, Birsfelden ist ja auch in diesem Kanton. So müssten also diese Probleme hier schon jemanden kümmern.

Beispielsweise wäre es nötig, die alte, „Ampel rot = Motor aus“-Formel wiederzubeleben. Daneben könnte man den Verkehr reduzieren, mit einem Umbau der Breite-Kreuzung und – ultimativ: Roadpricing.

Aber das alles ist im Moment noch Zukunftsmusik. Aber vielleicht besteht die Chance, mit der Neuauflage der Osttangente den Verkehr nicht nur besser zu leiten, sondern auch zu reduzieren. Zu wünschen ist es jedenfalls.

Foto von lazybone83 auf Flickr