Mit dem Sparpaket, über das wir teilweise am 17. Juni abstimmen, plant die Baselbieter Regierung auch, die Trägerschaft der Uni Basel neu zu verhandeln. Damit stellt sie die bisher gleichberechtigte Trägerschaft der Uni Basel durch die beiden Basler Halbkantone in Frage. Denn neu soll das Defizit der Uni nicht mehr je zur Hälfte übernommen, sondern eine neue Verteilung gesucht werden. Dies natürlich mit dem Ziel, dass das Baselbiet weniger bezahlen muss.

Komisch sowieso, was auch immer die Argumente sein mögen. Denn es gibt mehr Studierende aus dem Baselland als aus Basel-Stadt, wie der Budgetbericht zeigt: Im Akademischen Jahr 2009/2010 waren 2’417 aus dem Kanton Basel-Landschaft und 2’014 aus Basel-Stadt immatrikuliert, von insgesamt 11’593 immatrikulierten Studierenden.

Das Baselbiet wollte Trägerkanton werden, fast 85 % haben dem Uni-Vertrag vor sechs Jahren zugestimmt. Wieso das jetzt also schon wieder ändern? Wir dürfen wohl mit recht auch ein wenig darauf stolz sein, dass wir die Fachhochschule Nordwestschweiz haben und die Uni Basel.

Vor über zwei Wochen wurde nun auch die Petition „Kein Angriff auf die Uni Basel!“ in Liestal eingereicht. Sie verlangt, dass eben dieser Angriff, die einseitige baselbieter Kürzung der Gelder, gestoppt wird. Geholfen hat es leider wenig, denn der Landrat ist trotz vielfältigen Protesten, auch gegen andere Sparmassnahmen, der Regierung gefolgt.